Critical Mass

Eine Critical Mass ist eine Aktionsform, bei der sich Radfahrerinnen und Radfahrer einmal im Monat treffen, um dann gemeinsam als geschlossener Verband durch ihre Stadt zu fahren. Sie machen damit darauf aufmerksam, dass die Verkehrsinfrastruktur nicht nur für Autofahrer, sondern für alle Verkehrsteilnehmer zur Verfügung stehen muss.

Die Critical Mass in Hameln findet immer am letzten Freitag im Monat statt. Start ist der Rathausplatz, wir treffen uns vorm Rathaus um 18:00 Uhr, wohin es dann geht, weiß noch niemand. Hauptsache, wir bleiben alle zusammen, entsprechend vorsichtig und langsam wird gefahren.

Wie Du Dich bei einer Critical Mass verhalten solltest, steht auf der Seite So funktioniert es. Wenn Du Fragen hast, kannst Du uns diese gerne über das Kontaktformular stellen.

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„Todesfalle Fahrrad“ bei Spiegel Online

So ganz schlau wird man aus dem Artikel „Todesfalle Fahrrad“ nicht, ob sich der Autor über Radfahrer lustig machen will, mehr Verständnis von beiden Seiten einfordert oder einfach nur Klischees bedienen möchte (macht er übrigens, reichlich).

Ist aber ganz nett zu lesen, und die eine oder andere beschriebene Situation hat wohl jeder von uns schon erlebt.

Radfahren ist ja so gesund – aber nur wenn der Radler auch lebendig ins Ziel kommt. Es ist höchste Zeit für Kooperation statt Konflikt zwischen Freizeitradler und Autofahrer.

Todesfalle Fahrrad“ auf Spiegel Online

Doku-Tip „Wem gehören unsere Städte?“

Heute Abend gibt’s auf Arte die Doku „Wem gehören unsere Städte?“

Aus der Beschreibung:

Immer größere Teile unserer Städte wandern – zur Entlastung der öffentlichen Hand – in Privatbesitz. Die Folge: Vieles ist verboten, unsere Schritte werden videoüberwacht. Doch der Widerstand wächst. Von London bis nach Istanbul geht der Dokumentarfilm den Hintergründen dieses Wandels auf den Grund und trifft Menschen, die sich für menschengerechte öffentliche Räume engagieren.

http://www.arte.tv/guide/de/050582-000/wem-gehoeren-unsere-staedte

Kurze Umfrage unter den LeserInnen

Wir haben auf unserer Facebook-Seite immer mal auch allgemeine Links zu Beiträgen über Fahrradkultur gepostet. Aber es kann ja sein, dass ihr das gar nicht wollt, weil euch dann die Informationen zu den CM-Veranstaltungen im Rauschen untergehen.

Sagt uns doch einfach, was ihr davon haltet, Anmerkungen könnt ihr gerne in den Kommentaren hinterlassen:

Die zweite Critical Mass

Die zweite Critical Mass

Die zweite Critical Mass

Auch die zweite Hamelner Critical Mass war ein Erfolg, mit lauter fröhlichen TeilnehmerInnen (einem Krokodil), diesmal sogar mit Musik, aber leider ohne Liegeräder.

Dafür waren am Freitag auch Kinder dabei, die offenbar ebenfalls ihren Spaß hatten.

Aber es war auch Urlaubszeit, so dass bereits im Voraus einige TeilnehmerInnen vom ersten Mal absagen mussten. Nichtsdestotrotz sind wir mit fast 40 Fahrrädern unterwegs gewesen, Fotos gibt es wieder auf der entsprechenden Unterseite.

Ghost Bike für 15-jährige Unfallopfer

gb1Dieser Artikel hat leider einen sehr traurigen Anlass: In der vergangenen Woche hat es an der Abzweigung auf der Landstraße 433 zwischen Helpensen und Haverbeck einen tödlichen Fahrradunfall gegeben, dem ein 15-jähriger Junge aus den Niederlanden zum Opfer gefallen ist.

Dies ist der zweite Unfall mit Todesfolge an dieser Stelle, bereits vor 10 Jahren kam ein ebenfalls 15-jähriger Junge auf seinem Fahrrad dort unter ähnlichen Umständen ums Leben.

Wir haben den aktuellen Vorfall zum Anlass genommen, in der Nähe der Unfallstelle ein sogenanntes Ghost Bike aufzustellen, um der beiden Opfer zu gedenken und zugleich andere Verkehrsteilnehmer vor einer möglichen Gefahrensituation zu warnen. Wir sind der Ansicht, dass es sich dabei um eine angemessene und würdevolle Ausdrucksform des Gedenkens handelt.

gb2Das Ghost Bike haben wir dabei bewusst so platziert, dass es niemandem im Weg steht und nicht an einem Verkehrsschild, sondern an einem Wegweiser angelehnt ist.

Sollten sich daraus dennoch umwelt- oder verkehrsrechtliche Probleme ergeben, bitten wir um eine kurze Mitteilung über das Kontaktformular, wir würden das Ghost Bike dann wieder entfernen, hoffen jedoch, dass das nicht erforderlich sein wird.

Unsere Hoffnung ist aber auch, dass solche Gefahrenbereiche entschärft werden können, damit es zukünftig keinen Grund für weitere Gedenkstätten dieser Art mehr gibt.

Wir sind in der Zeitung

dewezetIn der Dewezet von heute (Onlineartikel leider mit Bezahlschranke) wird über unsere erste Critical Mass berichtet, und das ist – bis auf kleinere Fehler, wie zum Beispiel die nicht ganz korrekt wiedergegebene Route – doch schon mal sehr erfreulich.

Zu den Aussagen von Horst Maler, dem Sprecher des ADFC Hameln, gibt es aber noch ein paar Worte anzumerken:

Horst Maler vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) war bei der ersten Critical-Mass-Tour dabei. „Es hat mich überrascht, es waren wirklich viele Leute da. Sicher so um die 30 bis 40. Manche hatten sich sogar verkleidet, auch wenn ich nicht so richtig verstehe, was das sollte“, sagt Maler.

Google Bildersuche nach

Google Bildersuche nach „critical mass logo“

So, wie es da steht, klingt es etwas despektierlich, im Sinne von „Was soll denn sowas?“. Wenn sich zwei TeilnehmerInnen dazu entscheiden, in einem Einhorn- und einem Krokodilskostüm mitzufahren, kann das aber vorteilhaft sein:

Es betont den friedlichen Charakter der Aktion und zeigt (im Zweifelsfall auch der Polizei), dass wir nichts Böses im Schilde führen. Die Logos der Critical Mass in anderen Städten kommen ja durchaus etwas martialisch daher.

Außerdem betont es, dass wir alle Spaß dabei haben wollen und uns nicht als knallharte Protestaktion sehen.

Die Idee, auf das Miteinander von Auto- und Radfahrern in Hameln aufmerksam zu machen, findet er grundsätzlich gut. „Ich glaube aber nicht, dass die Botschaft der Aktion so wirklich bei den anderen ankommt. Wer versteht denn, was da gerade passiert, außer denen, die mitfahren?“

Unser erstes Ziel war und ist es, die Critical Mass in Hameln überhaupt erstmal zu etablieren. Und wie man sieht: Es spricht sich schnell herum.

Noch ist die kritische Masse vielleicht nicht erreicht, aber wir werden mehr.

Die Botschaft richtet sich außerdem nicht nur an die AutofahrerInnen für ein besseres Miteinander. Wir wollen auch andere RadfahrerInnen ansprechen, dafür einzutreten, ihren Anteil an der Straße zurückzufordern. Das geht aus unserer Sicht nicht ausschließlich über herkömmliche politische Beteiligung, sondern stützt sich auch auf unkonventionelle Aktionsformen wie die Critical Mass. Und wenn eine gewisse Zahl von Leuten mit dem Begriff etwas anfangen können, ist schon mal viel gewonnen.

Eine regelmäßige Critical Mass mit vielleicht dreistelligen Teilnehmerzahlen lässt sich dann irgendwann auch durch die Stadtplanerinnen und Stadtplaner nicht mehr ignorieren.

Aber: So eine richtig doll protestierende Bewegung möchten wir gar nicht sein, weil das eventuell auch wieder Leute abschreckt, die einfach nur Spaß am Radfahren haben und sich gar nicht großartig in politischen Kreisen bewegen wollen.

Wenn die „Crititcal Mass“ sich bei der zweiten Aktion Ende August wieder in Bewegung setzt, müsse mehr auf die Außenpräsenz der Botschaft geachtet werden, verlangt der ADFC-Vertreter.

Gehen wir mal davon aus, dass das Wort „verlangt“ durch die Dewezet-Redakteurin eingeflossen ist, so hat es jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer selbst in der Hand, die Außenpräsenz zu beeinflussen.

Unsere Flyer gibt es jetzt zum Download, die Webseite kann gerne verlinkt und auf Facebook geteilt werden, und schließlich: Wer mag, kann während der Critical Mass gerne den wartenden AutofahrerInnen erklären, was gerade passiert.

Wir alle sind die Critical Mass. Aber weil wir keine Demonstration mit Transparenten und allem Pipapo sein wollen, müssen wir uns eben anders ausdrücken. Und sei es durch ein Einhorn- oder Krokodil-Kostüm.